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Pflege der Goaßl

Wir verwenden für die Herstellung der Peitschen hochwertiges Leder und fertigen die Einzelteiler in echter Handarbeit. Da es sich bei Leder und Stock aber um ein Naturprodukt handelt und beides unter extremen Bedingungen verwendet wird, ist es wichtig die Peitsche richtig zu pflegen. Denn die Goaßl ist nicht so robust wie es vielleicht den Anschein hat. Sand, Schmutz und Feuchtigkeit oder Trockenheit, Hitze und übermäßige Krafteinwirkung beim Gebrauch, aber vorallem auch eine falsche Lagerung verkürzen die Lebensdauer der Peitsche erheblich.

Die gute Nachricht, bei richtiger Pflege und sachgemäßem Gebrauch kann eine gute Goaßl sehr lange halten:

Die Lederschlinge mit einem guten Lederfett geschmeidig halten. Überschüssiges Fett mit einem Tuch abwischen. Das Einfetten sollte ca. alle 6 Monate erfolgen, bei Bedarf auch öfter. Die Schlinge darf nicht zu trocken werden da das Leder sonst brüchig wird.
Feuchtigkeit und agressive Schmutzpartikel wie z.B. Sand oder kleine Steinchen oder Streusalz sammeln sich im Geflecht und zerreiben es langsam.
Nasses Leder nur langsam trocknen (nicht auf der Heizung). Lang auslegen oder aufhängen, damit der Stock nicht krumm wird und das Leder außer Form gerät.
Bei starker Verschmutzung kann man Sattelseife oder Lederseife verwenden. Nach der Reinigung wieder sorgfältig einfetten.

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Wie groß sollte die Goaßl sein?

Bei der optimalen Größe für eine Kindergoaßl orientiert man sich in etwa an der Höhe des Bauchnabels. In der Regel nimmt man die Goaßl lieber etwas kleiner, vor allem wenn das Kind noch nicht so sicher klepft. Denn je größer die Peitsche ist, umso schwerer wird sie und umso mehr Kraft benötigt man für den richtigen Schlag. Mit einer zu großen und schweren Peitsche verlieren die Kinder dann oft schnell die Lust am Klepfen.

Bei Erwachsenen hängt die Größe der Peitsche an Vorlieben, Kraft und Können des jeweiligen Klepfers. Hier beginnt man in etwa mit einer Stock-Größe von 95 cm – 120 cm

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Warum klepft die Goaßl:

Das Prinzip des Peitschenknalls ist der sogenannte Energieerhaltungssatz.

Die Bewegungsenergie setzt sich zusammen aus der halben Masse, multipliziert mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, oder mathematisch:

W = ½m * v²

Die Peitsche mit ihrem bestimmten Gesamtgewicht wird auf eine bestimmte Anfangsgeschwindigkeit gebracht. Durch den Richtungswechsel gibt es vom Griff her eine Verzögerung . Die entstehende Welle bewegt sich zur Spitze hin. Da die Masse vom Griff bis zur Spizte immer geringer wird, die Energie aber erhalten bleibt, muss die Geschwindigkeit zunehmen. So erreicht der Zwick schließlich Überschallgeschwindigkeit und es kommt zum Knall!